Die UWG Traubing bleibt dran am Thema Hochwasserschutz
Traubing ist regelmäßig von Überflutungen betroffen, wenn der Schwarze Graben und der Deixlfurter Bach bei Starkregen über die Ufer treten; besonders starke Hochwasserereignisse gab es in den Jahren 1999, 2007 und 2013. Zum Schutz von Menschen, Wohnraum und Infrastruktur und zur Reduzierung langfristiger Schäden bei klimabedingten intensiveren Niederschlägen ist hier weiterhin Handlungsbedarf.
Hauptprobleme:
- Bäche mit geringem Abfluss können bei Starkregen schnell kritische Wassermengen führen.
- Engstellen wie Brücken oder veraltete Durchlässe verstärken Stau- und Überflutungsrisiken.
- Große technische Schutzbauten (z. B. massive Dämme oder Rückhaltebecken) sind teuer und schwer durchsetzbar – insbesondere, weil sie landwirtschaftliche Nutzflächen betreffen und Grundstückseigner Bedenken haben.
- Von staatlicher Seite werden nur großdimensionierte und kostenintensive Anlagen zu Schutz vor mindestens „hundertjährigem Hochwasser“, die einen massiven Eingriff in die Landschaft bedeuten, gefördert und bezuschusst.
Maßnahmen und Lösungsansätze:
- Bachunterhaltung und Pflege: sauber gehaltene Gitter, Durchlässe und Ufer verhindern Stau und Verstopfungen.
- Einige punktuelle Maßnahmen wie Bachuferbefestigung, Brückensanierungen und kleinere lokale Anpassungen (erhöhte Sockelmauern) wurden bereits vorgenommen und müssen konsequent weitergeführt werden.
- Private Vorsorge durch mobile Hochwasserschutzsysteme und Sandsackvorräte, zusätzlich zu den Vorhaltungen der örtlichen Feuerwehr.
- Sanierung alter Verrohrungen und Anpassung an größere Abflüsse.
- Bürgerinformation & Frühwarnsysteme, um Einsatzkräfte und Anwohner rechtzeitig zu alarmieren.
- Gemeindeübergreifendes Sturzflutrisikomanagement (in Pöcking und Andechs schon beauftragt) mit staatlicher Förderung.
- Renaturierung von Gewässern: natürliche Sohl- und Uferstrukturen können Spitzenabflüsse reduzieren und Retentionsraum schaffen.
- Absprache zwischen Gemeinde, Wasserwirtschaftsamt und Grundstückseigentümern über Schutzmaßnahmen und Flächenverfügbarkeit.
- Sicherung bzw. Ankauf von Flächen, die für Schutzmaßnahmen wichtig wären, seitens der Gemeinde.
